Verschiedenes


 

Möchten Sie bei uns arbeiten?

 

Für Gartenarbeiten und Hausmeisterdienste an unserer Friedenskirche suchen wir ab sofort einen handwerklich versierten Menschen. Die Bezahlung erfolgt auf 450,-€ Basis.

Wenn Sie interessiert, terminlich flexibel und in der Nähe beheimatet sind, richten Sie Ihre Bewerbung bitte bis zum 15. Juli 2018 an die

Evangelische Kirchengemeinde

Siegburg-Kaldauen

Friedensstr. 13

53721 Siegburg

oder auch gerne per Mail an Pfarrer Martin Kutzschbach: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Die Senioren fliegen aus!

 

Am Donnerstag, 13. September, soll’s wieder losgehen – zum Seniorenausflug 2018. Bei Drucklegung waren die Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen. Darum ist das Ziel im Moment noch „geheim“.  Trotzdem dürfen Sie sich schon freuen auf eine interessante Tagesreise in – wie immer - angenehmer Gesellschaft. 

Die Kosten für Fahrt, Führungen,  Kaffee und Kuchen werden wie gewohnt moderat gehalten. Auch zum Mittagessen kehren wir gemeinsam ein, dann zahlt jede/r selbst Speisen und Getränke.  

Nähere Informationen finden Sie ab Mitte Juni in den Schaukästen, auf Aushängen, Handzetteln und in den Abkündigungen unserer Gemeinde.  (mk)

Start Kaldauen: 9.00 Uhr an der KiTa i-Tüpfelchen, Römerstr. 36

Zustieg Stallberg: 9.10 Uhr, Hauptstr. vor der katholischen Kirche.

Rückkehr gegen 18.30 Uhr

Ziel, Programm und Kosten werden ab Mitte Juni bekannt gegeben

Anmeldung im Gemeindebüro (10,- € Anzahlung)

 

50 Jahre Presbyter - ein seltenes Jubiläum!

Wenn man ihm in der Fußgängerzone unserer Stadt begegnet, drängt sich der Eindruck auf: Er kennt jeden und jeder kennt ihn. Heinz Willi Höver (76) ist Stadtverordneter, ehemaliger Heimleiter des Evangelischen Altenzentrums, Ur-Siegburger, und - nur mit kurzer Unterbrechung - seit fünfzig Jahren Presbyter unserer evangelischen Kirchengemeinde. Am 21. April 1968 wurde er im Martin-Luther-Haus auf dem Stallberg von Pfarrer Stähler in sein Amt eingeführt.

 Dass er damals mit 26 Jahren überhaupt Presbyter werden konnte, verdankte sich einer Änderung der Kirchengesetze. Erst zu dieser Wahl war nämlich das Mindestalter von 28 Jahren entsprechend gesenkt worden. Dass Heinz Willi Höver heute noch als Finanzkirchmeister mitarbeiten kann, wurde auch erst durch ein neues Kirchengesetz ermöglicht. Demnach muss man nun nicht mehr direkt nach Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren aus der Gemeindeleitung ausscheiden, sondern kann bis zum Ende der laufenden Wahlperiode mitarbeiten.  Wir sind darüber froh, denn so kann uns Heinz Willi Höver mit seinen reichen Erfahrungen wohl noch einige Zeit unterstützen. - Aus Anlass seines Jubiläums haben wir das folgende Gespräch geführt.

 

Wie kam es, lieber Heinz Willi, dass Du als junger Mann Presbyter wurdest?

Pfarrer Stähler kannte mich und meine Familie und hatte die damalige Küsterin Frau Jegotka gebeten, mich zu fragen und vorzuschlagen. Ich war gerade von Wolsdorf zum Stallberg gezogen und wurde genau ein Jahr nach unserer Hochzeit Mitglied der Gemeindeleitung.

Was machte damals die Arbeit als Presbyter aus? War es anders als heute? Was hat sich seitdem geändert?

Als Neuling musste ich erstmal alles lernen. Erfreulich war, dass es damals mit den Gemeindegliederzahlen aufwärts ging. Austritte waren viel seltener als heute. Auch die Kirchensteuern stiegen. Aber die Haushaltssumme der Gemeinde war damals natürlich viel kleiner.

Was hast Du aus den fünfzig Jahre Mitarbeit in der Gemeindeleitung in bester Erinnerung?

Viele Beschlüsse im Presbyterium haben wir einstimmig gefasst - oder “einmütig”, wie die Kirchenordnung empfiehlt. Besonders bei den Pfarrwahlen, in denen sich das Presbyterium für einen Bewerber entscheiden musste, waren wir uns am Ende einig. - Gerne denke ich auch daran, dass wir uns auch damals schon für Flüchtlinge einsetzten, zum Beispiel 1987. In unserer Gemeinde entstand damals die Partnerschaft mit den Christen in Tsumeb / Namibia, die heute vom ganzen Kirchenkreis getragen wird. Viele Jahre unterstützten wir Not leidende Menschen in Moldawien.

Gab es auch Enttäuschungen oder traurige Ereignisse?

Traurig und enttäuschend war es, dass Ende 2004 das Martin-Luther-Haus geschlossen werden musste. Aber besonders traurig war, dass zwei Jugendliche auf Freizeiten unserer Gemeinde zu Tode gekommen sind.

Es ist nicht leicht, Menschen zu finden, die sich zur Übernahme des Presbyteramts bereit erklären. Du warst 26 Jahre, als Du zum ersten Mal Presbyter wurdest. Wie würdest Du bei jungen Menschen heute dafür werben, hier mitzuarbeiten?

Dafür braucht man sicher Mut. Aber als Presbyterin oder Presbyter kann man auch wirklich Verantwortung übernehmen und etwas gestalten. Früher wurden wir allerdings für acht Jahre gewählt. Inzwischen sind es nur noch vier Jahre bis zur nächsten Wahl. Das sollte die Bereitschaft ja eigentlich erhöhen.

Bis zum Ablauf Deiner letzten Amtszeit bleiben noch zwei Jahre. Was möchtest Du unserer Gemeinde in dieser Zeit noch mitgeben? Und was wünschst Du der Kirche für die Zukunft?

Ich wünsche mir - man darf ja auch träumen -, dass niemand mehr austritt. Und dass die Gemeindeglieder sich noch mehr am Gemeindeleben beteiligen - so wie zum Beispiel beim Gemeindefest. Ein Wunsch des Finanzkirchmeisters: dass die Kirchensteuereinnahmen nicht sinken!

Noch eine persönliche Frage: Gibt es ein Bibelwort, einen Gedanken aus der Heiligen Schrift, der Dich in guten und schweren Zeiten begleitet hat?

Drei Bibeltexte fallen mir ein, die mir wichtig geworden sind. Der erste ist mein Konfirmationsspruch: “Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickst mich damit.” (Psalm 119,93) Ich habe oft erlebt, dass ich beschenkt wurde im Dienst und Gehorsam der “Befehle” Gottes.Oft kam ein Lächeln zurück. - Der zweite Satz steht auf dem Stein über unserem Familiengrab: “Meine Zeit steht in deinen Händen.” (Psalm 31,16) - Und schliesslich: Die Seligpreisungen aus der Bergpredigt (Matthäus 5) sind für mich immer so etwas wie das Herz meines Glaubens gewesen.

Vielen Dank für dieses Gespräch!

 

Für sein langjähriges Engagement in der Stadt- und Kirchengemeinde wurde Heinz Willi Höver schon hoch geehrt. So ist er Träger des Bundesverdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland und des Kronenkreuzes der Diakonie unserer Kirche. Sein goldenes Jubiläum als Presbyter unserer Gemeinde begehen wir gemeinsam im Gottesdienst am Sonntag Jubilate, 22. April 2018, 10 Uhr, in der Friedenskirche in Kaldauen.

(mk)


RSS Button Twitter Button Facebook Button