Herzlich willkommen ...


... auf der Homepage der Evangelischen Kirchengemeinde in Siegburg-Kaldauen!

 
Wir freuen uns, dass Sie uns besuchen und sich für unsere Angebote interessieren.                                                                               

          ____________________________________________

                                                 
 

Corona, was gilt bei uns?

 

                  

       ____________________________________________

 

Andacht zur Jahreslosung 2022

„Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Joh. 6,37)

 

 

Eine weit geöffnete Tür lässt in einen freundlichen Raum blicken. In warmem Licht scheint ein Tisch zu schweben, darauf liegt ein Brot, steht ein Kelch mit Wein. Vor der Tür keine Stufe, keine Schwelle., - nichts, was den Zugang hindert. Im Gegenteil: Licht strahlt hinaus bis zum Betrachter. Warum also nicht näher kommen, den Kopf hereinstecken und einen Blick wagen? Das Bild ist eine gemalte Einladung: „Komm herein! Iß und trink. Wärm Dich auf. Sei zu Gast. Du bist herzlich willkommen!“

 

Gastfreundschaft ist ein großes Thema der Bibel. Liegt es an der Kultur des Orients, dem die Bibel entstammt? Jedenfalls erzählt die Bibel in vielen Geschichten, wie Freunde und Fremde bewirtet werden. Am Tisch teilt man Speise und Trank. Am Tisch wird gehört und erzählt, auch gelacht und geweint - und manchmal gestritten. Wo man miteinander das Brot bricht, teilt man Freude und Leid, Sorgen und Trost.

 

Jesus Christus spricht: "Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Johannes 6,37). Das Bild illustriert die Jahreslosung für 2022. Jetzt entdecke ich neben der Tür den Schlüssel mit dem Kreuz. Über diesem neuen Jahr, heißt das, soll auch die Einladung stehen, zu Jesus zu kommen. Er öffnet die Tür. Weil er der Gastgeber ist, kann ich kommen - einfach so. Bei ihm gibt es keine Beschränkung. Er nennt keine Bedingung. Es reicht der Wunsch, bei ihm zu sein. Ihm ist jede, ist jeder willkommen. Der mit dem Kreuz weist keinen ab.

 

Aber was ist mit meinen Bedenken? Dass ich mein Leben noch in Ordnung bringen muss… Dass mein Glaube gar nicht fest und sicher ist… Dass es so viel Unfertiges, Unbewältigtes in meinem Leben gibt …

 

Wenn Jesus Christus spricht: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen,“ zählt das alles nicht! Jesus wischt meine Bedenken beiseite. Was mir als Hinderungsgrund einfallen könnte, spielt keine Rolle bei ihm! Seine Zusage gilt. Mehr als alle Zweifel zählt nur eins: Ich bin eingeladen! Und darf kommen, so wie ich bin.

 

Über dem neuen Jahr steht also die Einladung Gottes. An seiner Gastfreundschaft können wir uns orientieren. Für unsere Gemeindearbeit haben wir uns vorgenommen: Das Jahr 2022 soll ein Jahr der Gastfreundschaft werden! Angefangen haben wir schon damit. An einem Samstag im Herbst trafen sich Konfis, junge Erwachsene und die Gemeindeleitung zum ersten „Jugend-Presbyter-Tag“. Das Thema: „Rassismus und Ausgrenzung“ hatten die Konfis selbst gewählt. Und dann fragten wir, was uns hindert, einander anzunehmen und Fremden auch freundlich zu begegnen.

 

An diesem Tag hat mich ein Video am meisten bewegt. 2016 brachte Amnesty International in einer Halle in Berlin Flüchtlinge und Europäer zu einem Experiment zusammen. Vier Minuten sollten sich fremde Menschen einfach nur in die Augen schauen. Das Wunder war: Wortlos geschah hier tiefe Begegnung. In vier Minuten entwickelte sich solche Nähe, dass miteinander gelacht und geweint, dass Gefühle geteilt wurden. Auch wer uns fremd ist, hat Nöte und Probleme, Hoffnungen und Freuden, dieselben Gefühlen, die wir von uns selber kennen. Amnesty sagt: „Wenn wir anderen gegenüber sitzen und ihnen in die Augen schauen, sehen wir sie nicht mehr als anonyme Personen, sondern als Menschen.“

 

2022 - ein Jahr der Gastfreundschaft in unserer Gemeinde! Ich bin gespannt darauf…

 

Herzliche Grüße

Ihr

Martin Kutzschbach

 

 

 

 

 

 


RSS Button Twitter Button Facebook Button