Aus der Gemeinde


Aufgrund des Corona-Lockdowns bleibt das Gemeindebüro bis zum 12.03.2021 geschlossen. In dringenden Fällen können jedoch Besuchstermine telefonisch vereinbart werden.

Gemeindebüro, Tel.: 02241-381327, e-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Weltgebetstag 2021

Herzliche Einladung!

Weltgebetstag-Station an der Friedenskirche vom 5. bis 7. März von 10 bis 17 Uhr

Auf jeden Fall einen Spaziergang wert:

- Informationen und Rezepte aus Vanuatu

- Titelbild-Postkarte

- Samentütchen für Wildblumen

- Spenden für Frauengerechtigkeit und Frieden

Klicken Sie hier für den Gottesdienst am 05.03.2021

 

Wie jedes Jahr im März laden Frauen aller Konfessionen zum Weltgebetstag am Freitag, den 05.03.2021, ein. Aus Vanuatu kommt dieses Jahr die Gottesdienstordnung. Wo liegt das denn?  Nordöstlich von Australien in der Südsee, ca. so groß wie Schleswig-Holstein.
Auf den vielen, kleinen Inseln leben rund 450.00 Menschen, sie sprechen 110 verschiedene Sprachen.

Ein Südseeparadies? Wie lange noch, ist die Frage. Zyklone, Erdbeben, Vulkanausbrüche sind dort sehr häufig. Sie verstärken sich durch den Klimawandel massiv.

Worauf bauen wir?
Diese Frage stellen die Frauen Vanuatus sich selbst, ihrem Land, aber auch uns und der ganzen Erde.

Feiern sie mit uns auf unserem Youtube-Kanal am 05.03.2021 diesen Gottesdienst (den Link stellen wir zeitnah ein).
Vorbereitet, ökumenisch von unserem Team aus Stallberg, Kaldauen und Seligenthal.
Es geht um Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung und Frieden.

Wir treffen auf starke Frauen vom anderen Ende der Welt.

Wenn Sie die Arbeit des Weltgebetstags der Frauen - Deutsches Komitee e.V. unterstützen möchten klicken Sie hier.

 

 


Andacht

Mit unserem Gott auf Umwegen

 

Es ist Donnerstag, der 28. Januar 2021.

Genau ein Jahr ist es nun  her, dass ein kleiner Virus bei uns in Deutschland einzog, sich breit machte und kollektiv unser Leben auf den Kopf stellte. Ich schaue auf die Nachrichten des Tages und ahne, es wird wahrscheinlich wieder einer werden, an dem unsere Geduld gefordert ist. Und die Botschaft dahinter: Wir müssen warten. Warten, bis die Geschäfte und Restaurants wieder öffnen, bis unsere Kinder morgens zur Schule gehen dürfen, bis wir mit Impfen an der Reihe sind, unbeschwert Freunde zu uns nach Hause einladen dürfen oder Gottesdienste feiern. Und wir müssen uns in Geduld üben, Menschen spontan in den Arm nehmen zu können und sie ohne diese lästigen Masken in unseren Gesichtern anzulächeln. Auch unsere Konfis müssen  warten. Zehn Monate haben wir nun schon ihren Konfirmationstermin nach hinten verschoben. Ob sie tatsächlich wie geplant am 21. März stattfinden kann? Das bleibt abzuwarten. Was macht es mit uns, wenn wir auf unserem Lebensweg plötzlich vor dem großen Schild „Umleitung“ stehen? Egal, ob der Grund dafür eine Pandemie oder andere unvorhergesehene Umstände sind.  Wie geht es uns, wenn wir unsere geplante und eingeschlagene Route verlassen und schwierige Umwege in Kauf nehmen müssen? Was tun, wenn es plötzlich nebelig wird und wir Sorge haben, uns zu verlaufen. Oder noch schlimmer:  das Ziel  aus den Augen zu verlieren? Wenn dann nicht mehr die Sonne auf unserem Weg scheint, dafür dicke Gewitterwolken am Horizont  aufziehen und blitzartig Sätze  aus dem Himmel schießen wie „Du bist schuld“, „Hatte ich das nicht gleich gesagt?“ oder „Geh mir aus dem Weg!“.

Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal,
beharrlich im Gebet
(Römer 12,12)

Bei der anstehenden Konfirmationsfeier werden wir mit unseren Jugendlichen über diese Ratschläge des Apostels Paulus  nachdenken.

Fröhlich in der Hoffnung zu sein und geduldig in Trübsal. Das ist leichter gesagt als getan, wenn Zweifel, Frust, Panik, Wut und Trauer die Wegbegleiter sind. Paulus gibt uns im gleichen Absatz noch weitere Tipps, wie wir unser Warten mit Sinn gestalten können. Seid nicht träge, seid brennend im Geist, nehmt euch der Nöte der anderen an, übt Gastfreundschaft, freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden, haltet euch selbst nicht für klug, seid auf Gutes bedacht, übt Barmherzigkeit mit Freude, habt mit den Menschen Frieden. Ich finde, diese fast 2000 Jahre  alten Sätze  klingen wie in unsere heutige Zeit geschrieben. Zugegeben, mit den gehäuften Imperativen habe ich etwas Probleme. Aber Paulus geht es nicht um Anstand und Moral, sondern darum, in Christi Nachfolge sicheren Tritt zu finden, raus aus der Verwirrung, den Blick nach vorne gerichtet.

Allein durch Murren und Anprangern kommen wir nicht voran. Steine räumen wir aus dem Weg, indem wir uns bücken und anpacken, am besten mit vereinter Kraft. Berge erklimmen wir am einfachsten, indem wir auf jemanden bauen können, der unseren nächsten Schritt sichert.  Von oben sehen wir, wie sich allmählich Gewitterwolken verziehen, die Sonne sich  durch den Nebel kämpft und die Ziele allmählich wieder  – zumindest in Umrissen – erkennbar werden. Gott ist mit uns, auch und gerade auf holprigen Wegen. Davon bin ich überzeugt, auch wenn ich nicht immer verstehe, warum ich diese Umwege gehen muss. Ich halte  mich gerne an Paulus dritten Rat: Seid beharrlich im Gebet. Gott nicht aufhören zu fragen, ihm unsere Situation zu erklären, ihn um Hilfe zu bitten, ja auch mal in der Verzweiflung anzuschreien. Mir hilft das meine Gedanken zu sortieren, mich zu orientieren und meine Schuhe fester zu schnüren, damit ich mich  gestärkt und in fröhlicher Hoffnung auf die nächste Etappe meines Lebensweges machen kann. In diesem Sinne wünsche ich Euch und Ihnen  weiterhin viel Ausdauer und  Geduld, einen hoffnungsvollen Blick nach vorne und einen stolzen Blick auf das zurück, was uns trotz Leid und Verletzungen  auf unseren schwierigen Wegen schon geglückt ist und gestärkt hat. Übrigens: falls zu große  Steine auf dem  Weg liegen, scheut Euch/ scheuen Sie sich nicht, uns zu bitten, mit anzupacken. Gemeinsam schaffen wir das.

Liebe Grüße von 

Beate Gehrmann (Diakonin)

 

 

 


 

 
 
 
 

 

 

 

 


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