Gottesdienste


KEINE PRÄSENZ-GOTTESDIENSTE  in  der Friedenskirche
BIS ZUM 14. März!

Gottesdienst möchten wir aber trotzdem mit Ihnen feiern!! Auf unserem Youtube-Kanal "Evangelische Kirchengemeinde Siegburg-Kaldauen" finden Sie Andachten und Gottesdienste aus unserer Gemeinde. Wir freuen uns, wenn Sie mit uns von zu Hause aus feiern.

 

Der nächste Termin:

05.03.  Gottesdienst zum Weltgebetstag 


Klicken Sie hier für den Gottesdienst am 05.03.

 

Weltgebetstag-Station an der Friedenskirche vom 5. bis 7. März von 10 bis 17 Uhr

Auf jeden Fall einen Spaziergang wert:

- Informationen und Rezepte aus Vanuatu

- Titelbild-Postkarte

- Samentütchen für Wildblumen

- Spenden für Frauengerechtigkeit und Frieden

 
Bisher:

 

14.02.   Online- Karnevalsfeier-Familien-Gottesdienst

            Klicken Sie hier für den Gottesdienst am 14.02.2021

24.01.  Konfirmand*innen-Gottesdienst zur Jahreslosung
          
„Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist!“
                  Lukas 6,36

           Klicken Sie hier für den Gottesdienst am 24.01.2021.

 

Herzliche Grüße - und Gott befohlen!
Ihr Team aus der Friedenskirche

 

 

 

Aus der Nachbargemeinde:

Zum Nachlesen finden Sie hier die "Andacht zum Sonntag " der                  Ev. Kirchengemeinde Siegburg vom  31.01.2021.


STERNSTUNDEN
oder: Der besondere Moment

 

WORT zum Tag: 

„Über dir strahlt mein Licht auf. Der Glanz meiner Gegenwart leuchtet dir.“
(Jesaja 60,2)

Willkommen zu unserer Sonntagsandacht auf der Homepage. Suchen Sie sich einen ruhigen Platz, an dem Sie nicht gestört werden. Vielleicht stellen Sie sich eine Kerze bereit und entzünden sie. Denn das Licht spielt in den biblischen Texten heute eine Rolle. Wenn Sie eine Bibel zur Hand haben, können Sie den Text auch dort mitlesen. Sie sind eingeladen: Beginnen Sie den Tag im Licht und in der Gegenwart Gottes!

 

Licht anzünden                                                                                                      

GEBET AM MORGEN

Gott, nun beginnt ein neuer Tag. Dein Tag!

Noch ist alles um mich still. Ich will mir Zeit nehmen für Dich.

Nur einen Moment – ein paar Minuten vor Dir stehen.

Damit rechnen, dass Du mich siehst – meine Sorgen und Fragen hörst.

Ich will mich vorbereiten auf diesen Tag.

Und mit Deiner Kraft weitergehen – auf dem Weg durch diese Zeit. Amen.

 MUSIK: Morgenlicht leuchtet (Klavier)                                                    

 PREDIGT

 

Liebe Gemeinde,

es gibt sie – diese Augenblicke, die man nie vergessen wird: „Sternstunden“ oder auch: „Magische Momente“. Wer sie erlebt hat, der weiß auch, wie schnell sie vorbei sind. Oft sind es nur ein paar Sekunden – ein besonderer Moment in der Natur, wie ein Gruß aus einer anderen Welt; eine Begegnung, die alles verwandelt und der Tag wird hell; eine plötzliche innere Stimme, die kein anderer hört, aber die mich ruft – und alles verändert. Da steht die Zeit für einen Moment still. Und man vergisst es nie!

Besondere Momente. Man möchte sie festhalten und mitnehmen, damit sie nicht verloren gehen. Doch genau das gelingt nicht. Denn so himmlisch sie scheinen – so fern und unwirklich scheinen sie zugleich – erst recht für andere.

Kennen Sie solche Erfahrungen aus ihrem Leben?

Im Predigttext für heute schreibt einer, der Jesus persönlich gekannt haben will: Petrus! Und nicht nur das: Er hat eine einzigartige Erfahrung mit ihm gemacht. Damals als er mit Johannes und Jakobus auf dem Berg war. Da war ihnen Jesus plötzlich ganz nah – aber anders als sonst. Sie sahen, wie vor ihren Augen eine wundersame Verwandlung mit Jesus vor sich ging: Sein Gesicht begann zu leuchten, seine Kleider schienen ganz weiß. Und eine Stimme – offenbar vom Himmel, die sagte: „Das ist mein Sohn! An ihm habe ich Freude!“ Jeder spürte: Hier geschieht etwas Besonderes! Darum wollten sie die Verklärung Jesu, festhalten. Petrus schlug vor Hütten, dort zu bauen – um den Moment zu verewigen. Doch dann ist irgendwie alles vorbei – wie so oft: Es sind „nur“ Augenblicke, in denen das Himmlische ganz unerwartet und überraschend in meinen Alltag einbricht – und ich plötzlich spüre: Gott ist da!

Predigttext nach 2. Petrus 1, 16-21 (BasisBibel)

Ihr habt Gottes Stimme gehört! Achtet darauf!

16Wir haben euch ja angekündigt, dass unser Herr Jesus Christus machtvoll wiederkommen wird. Und dabei haben wir uns nicht auf ausgeklügelte, erfundene Geschichten gestützt.

Sondern wir haben mit eigenen Augen seine wahre Größe gesehen. 17Von Gott, dem Vater, empfing er seine Ehre und Herrlichkeit – aus der majestätischen Herrlichkeit Gottes kam eine Stimme zu ihm, die sagte: »Das ist mein geliebter Sohn, an ihm habe ich Freude.« 18Diese Stimme haben wir selbst gehört. Sie kam vom Himmel her, als wir mit Jesus auf dem heiligen Berg waren. 19So gewinnen die prophetischen Worte für uns noch an Zuverlässigkeit. Und ihr tut gut daran, dass ihr darauf achtet. Denn diese Worte sind wie ein Licht, das an einem finsteren Ort brennt – bis der Tag anbricht und der Morgenstern in eurem Herzen aufgeht. 20Ihr sollt vor allem eines wissen: Kein prophetisches Wort aus der Heiligen Schrift lässt eine eigenmächtige Deutung zu. 21Denn keines dieser Worte wurde jemals verkündet, weil ein Mensch es so gewollt hätte. Vielmehr waren Menschen vom Geist Gottes ergriffen und haben in seinem Auftrag geredet.

 

Leidenschaftlich erzählt Petrus von dem, was er damals auf dem Berg erlebt hat. Er sagt es einer Gemeinde im 2. Jahrhundert nach Christus, in der Menschen lebten, die aufgehört hatten, daran zu glauben, dass Jesus wiederkommt. Denn so hatten sie ihn verstanden. Und nun fällt es ihnen immer schwerer zu glauben, dass Jesus wirklich da ist – und Licht in die Dunkelheiten dieser Welt bringt.

Weit weg von uns? Wohl kaum. Den Alltag zu bestreiten und in Corona-Zeiten das Licht, die Sternstunden, nicht erst am Ende des Tunnels zu erwarten, sondern mittendrin – das fällt ganz schön schwer! Jesus scheint weit weg zu sein. Darum werden wir erinnert, ermahnt: Wir haben das Wort Gottes – sein Versprechen uns nicht im Stich zu lassen! Schon die Propheten haben es uns immer wieder gesagt. Vergesst das nicht!

Doch da ist noch mehr, was wir an dunklen Tagen gern vergessen: Wir haben das Wort Jesu, dass wir selbst das Licht weitergeben können, das von ihm ausging. „Ihr seid das Licht!“ Ein Wort, das Jesus zu seinen Freunden sagte.

Vielleicht liegen manche unserer Zweifel und dem `Sich-fern-fühlen` von Gott ja weniger an Gott, als daran, dass wir Gott wenig Raum geben in unserem Leben? Denn wenn ich glaube, dass Gott mir fern ist – warum sollte das zugleich bedeuten, dass das auch von Gottes Seite so ist? Nur weil ich Gott verloren habe, heißt das doch nicht, dass Gott auch mich verloren hat!

Eine Sternstunde im Alltag – oder eine Liedstrophe in der Dunkelheit kann zu einem Weg in die Nähe Gottes werden. Doch Gott drängt sich nicht auf. Er wartet auf unsere Offenheit für die Begegnung mit ihm.

In der Kathedrale von Chartres gibt es eine Unterkirche – tief gelegen, unter dem Boden der Hauptkirche. Dort sang ich auf einer Reise vor drei Jahren einmal mit vielen anderen das Taizé-Lied: „Christus, dein Licht, verklärt unsere Schatten. Lasse nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht. Christus, dein Licht erstrahlt auf der Erde. Und Du sagst uns: Auch ihr seid das Licht!“

Wir hatten Kerzen in der Hand und zogen miteinander durch die Dunkelheit. Dieser Moment hat sich mir eingeprägt. Und er erinnert mich an die Nähe Gottes, wenn mich Gefühle ergreifen, die mich von dieser Gewissheit wegziehen, wenn ich unruhig, oder durcheinander bin, wenn Gedanken in meinem Kopf ihre Kreise ziehen oder Sorgen mich im Griff haben. Christus, dein Licht, verklärt unsre Schatten…

Es gibt nicht nur Lieder und Worte, sondern auch persönliche Erfahrungen, die leuchten wie Jesus auf dem Berg der Verklärung. Und haben eine Leuchtkraft – weit über die persönliche Erfahrung hinaus.

Und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht!

Dass Gottes Versprechen eine große Kraft entfalten können in dunklen Momenten des Alltags, ja auch in den dunkelsten Zeiten unserer Geschichte, zeigt sich am Leben der niederländischen Jüdin Etty Hillesum. Diese Woche haben wir den 76. Jahrestag der Befreiung von Ausschwitz – am 27. Januar 1945 – gefeiert. Etty Hillesum hatte 1941, mit 21 Jahren, angefangen Tagebuch zu schreiben. Da lese ich von “Lebensangst auf der ganzen Linie, völligem Zusammenbruch“ – und zugleich erlebt sie eine innere Befreiung: „Ich ruhe in mir selbst. Und jenes Selbst, das Alltiefste und Allerreichste in mir, in dem ich ruhe, nenne ich `Gott`.“ Selbst in Ausschwitz geht von dieser jungen Frau ein Licht aus und Überlebende beschreiben sie als leuchtende Persönlichkeit. Sie ist sich gewiss, dass man in Gottes Armen in niemandes anderen Klauen ist. Für Etty Hillesum ist das Versprechen Gottes in ihrem Herzen aufgegangen – wie ein Morgenstern (Vers 19)! Sie glaubt: Doch es gibt eine andere Wirklichkeit als die, die meine Augen erfassen können – eine Geborgenheit, die nur das Herz erfassen kann.

Der Morgenstern ist bei den Propheten die Ankündigung des Retters – Christus.  Der Morgenstern als Symbol zeigt mir: Der Weg in seine Nähe ist kein Spaziergang. Er geht auch durch dunkle Nacht. Da müssen Wüsten durchquert und Hindernisse überwunden werden. Das haben schon die weisen Männer aus dem Morgenland auf ihrer Suche nach dem Geburtsort Jesu erlebt.

Wir mögen heute bedauern Jesus nicht mit eigenen Augen gesehen zu haben. Aber wir stehen kaum anders da als Petrus. Denn es gibt sie – diese Momente, in denen die Zeit stillsteht und wir Gottes Nähe spüren. Unmittelbar, ganz nah bei uns. Sternstunden!

Halten wir diese Sternstunden fest – wie ein Licht an einem dunklen Ort!

Es gibt ein Leuchten, das für immer alle Dunkelheit und Todesfurcht in den Schatten stellt. Wir können dieses Leuchten nicht selbst machen! Aber wir können auf das Wort Jesu hören, es in uns klingen lassen – bis es „wie der Morgenstern in unserem Herzen aufgeht.“

Haben Sie ein Wort oder ein Lied, eine Erfahrung, die sie im Herzen tragen als ein Licht? Dann bewahren Sie es, lassen sie es innerlich klingen und äußerlich leuchten. So werden wir zu dem, was wir sind: Menschen, die etwas ausstrahlen von Gottes behütender Nähe.

Und der Friede Gottes, der höher ist als unsere Vernunft, bewahre Eure Herzen und Sinne bei Jesus Christus, unserem Herrn. Amen.

 

MUSIK: Bewahre uns Gott                                                                                       

 GEBET

Gott ich bitte Dich, für….

(persönliche Bitten)

Bewahre uns Gott, behüte uns Gott, sei mit uns in allem Leiden.  Voll Wärme und Licht im Angesicht; sei nahe in schweren Zeiten. Bewahre uns Gott, behüte uns Gott,

sei mit uns durch deinen Segen. Dein Heiliger Geist, der Leben verheißt, sei um uns auf unseren Wegen.

Vater unser im Himmel …

 SEGEN                                                                                                        

Gott segne Dich und behüte Dich. Gott lasse sein Angesicht leuchten über Dir und sei Dir gnädig. Gott erhebe sein Angesicht auf Dich – und schenke Dir Frieden. Amen.

 

 

 


 

 


RSS Button Twitter Button Facebook Button